Fischzucht

Fischzucht

Fischzucht

Fischbrüterei

 

 

Die Vorgeschichte der Claresse (afrikanischer Welshybrid) ist einzigartig. Es handelt sich um eine Kreuzung zweier Arten, Heterobranchus longifilis und Clarias gariepinus, beides Welsarten, die in Afrika heimisch sind. In der Natur kommt diese Kreuzung auch vor, jedoch weniger häufig. Eines der Elternteile, Clarias gariepinus, wird schon seit mindestens 30 Jahren erfolgreich in den Niederlanden gezüchtet. 2006 entstand durch die Kreuzung des weiblichen Heterobranchus mit dem männlichen Clarias ein neuer Fisch mit dem Namen Claresse. Nach einem strengen Verfahren hat die niederländische Regierung zugestimmt, dass Claresse-Fische in den Niederlanden gezüchtet werden dürfen. Damit junge Claresse-Fische weiter gezüchtet werden können, müssen beide Elterntierlinien erhalten bleiben. Für die Reproduktion werden nur Tiere ausgewählt, die gesund und in optimalem Zustand sind. Die Brüterei sorgt dafür, dass es genug Elterntiere gibt hat, sodass Eltern, die 3-8 Jahre alt sind, nicht häufiger als zweimal jährlich Eier legen müssen. Obwohl die Größe der Mutter bestimmt, wie viele Eier sie legt, können bis zu 300.000 Nachkommen auf einmal geboren werden. Die Eier werden auf Aquarien verteilt und nach 24 Stunden sind etwa 65-85 % der Eier ausgebrütet. Die Larven wiegen etwa 4 bis 5 Milligramm. Aus diesen Larven entwickeln sich innerhalb von 48 Stunden Fische, die auf die Suche nach ihrer ersten Nahrung gehen. Wenn die Fische 8 bis 10 Wochen alt sind, wiegen sie etwa 12 Gramm und werden zum Fischzüchter gebracht. Dort werden sie 4 Monate versorgt, bis sie etwa 1100 bis 1200 Gramm wiegen und dem Verbraucher angeboten werden können.

 

  • 300.000 Nachkommen
  • 6 Monate
  • 1.300 Gramm

 

Produktqualität

 

Die wichtigsten Kriterien für die Wahl der Elterntiere sind der Zustand und die Eigenschaften der Elterntiere, ihre Körpermerkmale und die Geschichte der früheren Zucht. Das sagt etwas aus über Wachstum, Futterverwertung und Filetausbeute. Alle Unternehmen in der Fishion-Kette sammeln täglich Daten, die für einen innovativen Verbesserungsprozess sorgen. Für die notwendige genetische Variation wird regelmäßig ein Kontakt zu Unternehmen im Ausland hergestellt. Fishion sorgt für eine gesunde Gruppe von Elterntieren, damit ihr Nachwuchs den natürlichen starken Widerstand behält. Die Claresse ist ein robuster Fisch, der in einer Umgebung gezüchtet wird, in der er sich wohl fühlt und in der er mit qualitativ hochwertigem Futter gefüttert wird, das den Bedürfnissen der Fische entspricht. Dadurch besteht keine Notwendigkeit, Medikamente einzusetzen. Unsere biologische Filterung sorgt für eine ausgewogene Gruppe gesunder Bakterien. Diese verhalten sich wie Probiotika, wodurch die Lebensumgebung gesund bleibt wie bei einem natürlichen Gleichgewicht.

 

                                                                                                                                                                 

Fischfarm

 

Mit einem Gewicht von etwa 12 Gramm wird die Claresse von der Brüterei zur Fischfarm gebracht. Zunächst bleiben die Jungfische 3-4 Wochen in Becken mit einem Inhalt von 4.500 Litern. Wenn sie 85 Gramm wiegen, werden sie in Becken mit einem Inhalt von 70.000 Litern umgesetzt, wo sie 3-4 Monate verbleiben, bis sie ein Gewicht von 1100-1200 Gramm erreicht haben.

Mehrmals am Tag wird die Claresse gefüttert. Insgesamt benötigt sie 750-800 Gramm Futter, bis sie schließlich 1,1 kg wiegt, eine besondere Leistung. Da das Futter zumeist aus pflanzlichen Rohstoffen besteht, ist das auch gut für Umwelt und Natur.

Die nachhaltig gezüchtete Claresse unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von anderen essbaren Fischen. Es ist vor allem das Verdienst der Fischzüchter, dass die Eigenschaften der Fische weiterhin so gut zum Ausdruck kommen.

Die Claresse hat weißes Fleisch und einen milden Geschmack, eine feste, aber zarte Textur. Sie ist nachhaltig und einem breiten Publikum zugänglich. Die nachhaltig gezüchtete Claresse ist ein Premium-Produkt: Claresse wird vom WWF und der Stichting De Noordzee (Nordsee-Stiftung) empfohlen. Sie gilt als ausgezeichneter Ersatz für die überfischten Weißfische.

 

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Futter

 

Die meisten Fische sind Allesfresser, sie fressen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung. Zusammen mit dem Fischfutteranbieter wird entscheiden, welches Fischfutter am besten auf die Bedürfnisse der Fische abgestimmt ist. Für jede Spezies wird ein eigenes Futterprogramm zusammengestellt, das weitestgehend mit dem übereinstimmt, was der Wels in der Natur fressen würde.

Kleine Fische brauchen mehr Eiweiß. Der Eiweißgehalt im Futter sinkt bei den älteren Fischen von 60 % auf 40 %. Im Durchschnitt sind 70 % des Futters pflanzlicher Herkunft, die restlichen 30 % bestehen aus Fischmehl und Fischöl. Der Fischmehl- und Fischölanteil hat in den letzten Jahren stark abgenommen und Fishion möchte schließlich eine rein pflanzliche Ernährung erreichen.

 

 

Technologie

 

Die Fishion-Fischfarmen benutzen ein Minimum an Wasser und Elektrizität (20 Liter Wasser und nur 0,8 Kilowattstunden pro kg Fisch), und bis zu einer Außentemperatur von 0 °C ist keine Heizung notwendig. Der Energieverbrauch der geschlossenen Systeme, der für die Zucht eines Kilogramms Fisch erforderlich ist, ist niedriger als die Energiemenge, die nötig wäre, um ein Kilo Fisch im Meer zu fangen.

 

 

Kreislaufsystem

 

Alle Fishion-Fischzüchter nutzen das innovative Rückförderprinzip. Die Fischbecken sind mit einer Wasseraufbereitungsanlage verbunden, die das Wasser reinigt und für die Wiederverwendung aufbereitet. Die im Wasser aufgelösten Substanzen werden mit Hilfe von Bakterien abgebaut. Ein biologischer Reinigungsprozess, wie er auch in der Natur vorkommt. Die pflanzlichen Zutaten im Fischfutter enthalten Stickstoff. Die Fische wachsen dadurch gut, aber scheiden den Stickstoff auch als Ammoniak (NH3) im Wasser aus. Bei der Wasseraufbereitung wird der Stickstoff in Luftstickstoff (N2) und Kohlendioxid (CO2) zersetzt. Die Feststoffe werden entfernt und als Dünger für Pflanzen verwendet. Ein geschlossener Stickstoffkreislauf also. Durch dieses umfangreiche Kreislaufsystem ist der Nettowasserverbrauch der Fischfarmen Fishion überraschend gering. Der Wasserverbrauch beträgt nur 1 bis 5 % des Gesamtverbrauchs bei der Zucht in asiatischen Ländern und offenen Zuchtsystemen. In den Niederlanden werden Welse und Claresse-Fische in geschlossenen Systemen gezüchtet. Das geschlossene Kreislaufsystem, mit dem Fishion arbeitet, ist die nachhaltigste und umweltfreundlichste Form der Fischzucht.

 

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Qualität & Rückverfolgbarkeit

 

Qualität ist für Claresse Visverwerking von größter Bedeutung und daher wird in Übereinstimmung mit HACCP-Richtlinien gearbeitet. Bei der Verarbeitung der Fische sind die Handlungsschritte teilweise maschineller und teilweise manueller Art. Hygiene und Kühlung sind natürlich sehr wichtige Punkte. Jeden Tag, nachdem die gewünschte Menge an Fisch verarbeitet wurde, wird die ganze Anlage gründlich gereinigt und desinfiziert. Der Kunde kann alle Produkte von der Geburt und den Elterntieren rückverfolgen. Dafür sorgt ein gut durchdachtes Code-System. Auf diese Weise bleiben Fische aus der gleichen Kultur während des Zuchtprozesses immer zusammen. Bei der Verarbeitung bekommt jede Tagesgruppe einen einmaligen Code, der auf Zuchtcodes zurückverweist.

 

 

Produkte

 

Die Nachfrage der Verbraucher nach gesunden, aber auch nachhaltig produzierten Fisch steigt stetig an. Diese fordert eine Fischart, die das Ökosystem schont, aber dennoch gesund und schmackhaft ist. Die ideale Lösung dafür ist mit Claresse, einen eigens nach diesen Gesichtspunkten gezüchteten Fisch, geschaffen. Claresse ist ein Süßwasserweißfisch, der aus der natürlichen Kreuzung zweier Welsfischarten der Catfish-Familie entstanden ist und damit eine ausschließlich in den Niederlanden nachhaltig gezüchtete Welsart ist. Claresse ist butterzart und mild im Geschmack und hat ein festes rosaweißes Fleisch, welches vielfältig und kinderleicht zuzubereiten ist. Laut Empfehlungen sollten Erwachsene täglich 450 mg Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen. Dies entspricht zwei Fischmahlzeiten pro Woche, wobei mindestens ein Mal ein fetter Fisch mit hohem Anteil an Omega-3-Fettsäuren verzehrt werden sollte. Da diese Fettsäuren nicht vom Körper hergestellt werden können, müssen diese durch eine richtige und ausgewogene Ernährung aufgenommen werden. Ein idealer Lieferant für die gesunden Omega-3-Fettsäuren ist Claresse mit 750 g mg je 100 g Fisch, das ist ungefähr vergleichbar mit Lachs. Mit dem Verzehr von Claresse können Sie somit einen wichtigen Beitrag zu Ihrer Gesundheit leisten, denn die mit dem Fisch aufgenommenen ungesättigten Fettsäuren wirken sich nicht nur positiv auf Ihr Herz-Kreislaufsystem aus, sondern sorgen auch für die Senkung des Cholesterolgehalts im Blut. Es ist erwiesen, dass in den europäischen Ländern, in denen relativ viel Fisch verzehrt wird, weniger Menschen an Herz-Kreislauferkrankungen sterben.